GTA 6

Wie Open-World-Spiele Spieler zur Entdeckung motivieren – Einsichten von Cameron Williams


Die Welt der Videospiele ist voller Herausforderungen und Überraschungen, sowohl für die Spieler als auch für die Entwickler. Eine der größten Herausforderungen, mit der sich Entwickler von Open-World-Spielen konfrontiert sehen, ist die Frage, wie man die Spieler dazu bringt, die riesigen Welten, die für sie geschaffen wurden, tatsächlich zu erkunden. Ein ehemaliger Designer von Grand Theft Auto 6, Cameron Williams, hat kürzlich einige Einblicke in dieses Problem gegeben und interessante Lösungsansätze vorgestellt.

Die Herausforderungen der Open-World-Erkundung

Cameron Williams, der zuvor bei Rockstar Games an Red Dead Online und dem noch unveröffentlichten GTA 6 gearbeitet hat, sprach auf der diesjährigen Game Developers Conference (GDC) über die Schwierigkeiten, Spieler zur Erkundung von Open-World-Spielen zu motivieren. In seinem Vortrag mit dem Titel „9 Ways to Encourage Open World Engagement“ betonte er, dass viele Spieler einfach nicht die Motivation finden, die offenen Welten zu erkunden.

Ein Grund für dieses Phänomen ist laut Williams die sogenannte „Erkundungsangst“. Spieler fragen sich oft, wie weit sie reisen müssen, um das nächste interessante Ziel zu erreichen, und ob der Aufwand die Belohnung wert ist. Diese Unsicherheit kann dazu führen, dass Spieler die Erkundung vermeiden und sich stattdessen auf die Hauptmissionen konzentrieren.

Ein Blick auf Red Dead Redemption 2

Ein interessantes Beispiel für die Lösung solcher Probleme ist Red Dead Redemption 2. In diesem Spiel integrierte Rockstar Games das Angeln als Teil der Hauptgeschichte. Dies wurde nicht nur als Minispiel eingeführt, sondern als wesentlicher Bestandteil einer Mission, bei der der Charakter Jack auf das Geschehen reagiert. Diese Herangehensweise sorgte dafür, dass die Spieler positive Erinnerungen mit dem Angeln verbanden und eher bereit waren, es auch außerhalb der Hauptmissionen auszuprobieren.

Williams erklärte, dass dieser Ansatz erfolgreich war, weil er die Spieler organisch in die Spielmechanik einführte. Dies zeigt, dass es möglich ist, Spieler durch geschicktes Design dazu zu bringen, sich mit den Nebeninhalten eines Spiels zu beschäftigen.

Die Zukunft von Open-World-Spielen

Die Erkenntnisse von Williams sind besonders relevant, da sowohl Rockstar Games als auch das neue Studio Absurd Ventures, das von Rockstar-Mitbegründer Dan Houser gegründet wurde, an neuen Open-World-Titeln arbeiten. Absurd Ventures, das im Jahr 2021 gegründet wurde, hat bereits Pläne für ein Action-Komödie-Spiel und ein Open-World-Action-Abenteuer angekündigt. Die Frage, wie man Spieler zur Erkundung anregt, wird dabei sicherlich eine zentrale Rolle spielen.

Es bleibt abzuwarten, wie Rockstar Games in GTA 6 und Absurd Ventures in ihren neuen Projekten die Spieler dazu bringen werden, die Welten, die sie erschaffen, voll auszukosten. Die Erfahrungen und Erkenntnisse von Entwicklern wie Cameron Williams könnten dabei entscheidend sein.

Ein Blick in die Zukunft

Die kommenden Monate werden spannend, da sowohl GTA 6 als auch die neuen Projekte von Absurd Ventures erwartet werden. Die Entwickler stehen vor der Herausforderung, die Spieler nicht nur mit einer fesselnden Hauptgeschichte, sondern auch mit ansprechenden Nebeninhalten zu begeistern. Die Balance zwischen Haupt- und Nebenmissionen könnte der Schlüssel sein, um die Spieler zu motivieren, die Welt um sie herum zu erkunden.

Insgesamt zeigt die Diskussion um die Erkundung von Open-World-Spielen, dass es nicht nur darum geht, große Welten zu erschaffen, sondern auch darum, diese Welten für die Spieler zugänglich und interessant zu gestalten. Die nächsten Schritte von Rockstar Games und Absurd Ventures könnten neue Maßstäbe setzen und die Art und Weise, wie wir Open-World-Spiele erleben, nachhaltig verändern.

Bratono M.

Bratono ist der Turbo unter den GTA-Redakteuren – immer auf der Jagd nach den schnellsten Supersportwagen und den verrücktesten Stunts. Wenn er nicht gerade die Straßen von Los Santos unsicher macht oder nach der perfekten Lackierung für seinen Progen T20 sucht, versorgt er die Community mit spannenden Artikeln rund um die GTA-Welt. Sein Lebensmotto? „Wenn’s nicht schnell genug ist, war’s kein echtes Rennen!“

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